JA
30. November 2008meine freiheit ist Unsinn; wir wollen Emanzipation!
Teilhabe, Selbstbestimmung und Nachhaltigkeit: der semantische Nordpol des zivilgesellschaftlichen Kompasses. Doch ohne Aufklärung und aktive Mitglieder werden diese Ziele nicht erreicht. Um die Grundlagen der zivilgesellschaftlichen Emanzipation zu erhalten, bedarf es einer sehr engen Kopplung zwischen den Mitgliedern und dem gesellschaftspolitischen Ziel, da dieses nur durch individuelles Engagement erreicht werden kann. In der Summe soll es zu einer republikanischen Gesellschaft von aktiven Bürgern führen, die in einer solidarischen Gemeinschaft leben können. Durch die Organisation der zivilgesellschaftlichen Interessen soll der Bürger zum Dirigent im Konzert der Macht gemacht werden.
Die Kopplung gilt es zu unterstützen, indem Wege beschritten werden, die zu einer kollektiven Kommunikation führt und den Anderen davon überzeugt, sich zu emanzipieren. Aus der Religion ist bekannt, wie tief- und hintergründige Aussagen durch Texte transportiert werden können; auch die demokratische Zivilgesellschaft braucht Geschichten und Symbole ebenso wie Rituale und Festtage. Kritisch betrachtet klingt das nach Nachhaltigkeitspropaganda, aber es kann auch zum neuen Testament der Demokratiebewegung werden. Irgendwo dazwischen wird diese Sammlung verortet sein. Geschichten über Menschen, die durch ihr Handeln etwas verbessert haben, das Kultivieren von Bräuchen oder Regelen, aber auch Informationen zum Stand der Wirklichkeit und methodische Überlegungen wie diese adäquat zu fassen und beschreiben sind, werden dabei berücksichtigt.